Nie wieder Kabelsalat

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Die Surround-Anlage ist dank der lausigen Tonqualität vieler Flachbild-TVs inzwischen eher Pflicht als Kür. Doch wohin mit den diversen Lautsprecherkabeln? Nun: Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Kabel zu verstecken, man muss nur wissen, wie.

Für Lautsprecherkabel gilt: je dicker und kürzer, desto besser. Das ist einfache Elektrotechnik. Zudem sind sie klanglich durch nichts zu ersetzen. Weder Airplay- oder DLNA-Lautsprecher noch kabellose Funklösungen oder gar Bluetooth können die gute alte Kabelverbindung zwischen Receiver und Lautsprecher toppen. Kabel haben allerdings einen Nachteil: Sie sind in aller Regel nicht zu übersehen. Zwar können die Kupferleitungen durchaus sehr schick aussehen, trotzdem bringen sie allerhand Nachteile mit sich. Einerseits sieht man das Kabelgewurschtel deutlich an Wand und Boden. Andererseits sind Kabel potenzielle Stolperfallen. Den wahren Audiophilen mag zwar nicht stören, wenn Familienmitglieder auf die Nase fallen – wenn sie dabei aber die Boxen einer teuren Soundanlage ins Nirwana reißen, ist bei vielen Schluss mit lustig.

Lautsprecherkabel unsichtbar verlegen

Das Allyouneed Magazin gibt Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Kabel geschickt verschwinden lassen.

Grund genug also, aufzuräumen und die Stolperfallen zu entschärfen. Denn richtig versteckte Lautsprecherkabel sind nicht nur sicher, sondern sorgen auch für eine ansprechende Optik.

Die einfache Variante: Kabel unter Teppichen und Möbeln verstecken

Die einfachste Variante ist auch die naheliegendste: Verlegen Sie die Lautsprecherkabel doch am besten so, dass sie gar nicht erst stören. Dabei hilft die Inneneinrichtung: Ein Lautsprecherkabel muss schließlich nicht quer durch den Raum laufen, stattdessen können Sie Ihre Regale vorrücken und das Kabel dahinter verlegen.

Lautsprecherkabel unter Teppich verlegen

Für Lautsprecher gibt es spezielle Flachkabel, die – wie der Name sagt – extra flach sind und daher unterm Teppich überhaupt nicht auffallen.

Muss doch einmal eine der Leitungen durch den Raum gelegt werden, kann ein großer Teppich wahre Wunder wirken. Allerdings sollte der aus Sicherheitsgründen mit einer Anti-Rutsch-Matte versehen sein. Die hat ungefähr die Dicke eines Lautsprecherkabels, sodass man einen Kabelkanal hineinschneiden kann. So sind die Kabel nicht nur unsichtbar, sondern auch unfühlbar unter dem Teppich verborgen.

Übrigens: Die meisten Lautsprecherkabel sind neben der runden Standardversion auch in einer flachen Variante erhältlich. Flachkabel eignen sich bestens dafür, unter dem Teppich oder sogar hinter der Tapete verlegt zu werden.

Lautsprecher Flachkabel Teufel

Dieses besonders flache Lautsprecherkabel (2,5 mm² Querschnittsfläche) von Teufel eignet sich ideal für die Verlegung unter Laminat, Parkett, Teppich oder unter der Sockelleiste und ermöglicht eine fast nicht sichtbare Verbindung zwischen Verstärker und Lautsprecher.

Produktbeispiel: Lautsprecher-Flachkabel C2850S von Teufel. Die hochwertige Verarbeitung und Materialqualität garantieren eine absolut präzise, neutrale Klangqualität. Das Flachkabel von Teufel besteht aus massivem OFC-Kupfer, der Mantel ist flexibel ausgeführt. Dieses Lautsprecher-Flachkabel bietet in im Vergleich zu gleich dimensionierten Rundkabeln keine klanglichen Einbußen. Das Teufel-Kabel mit 2,5 mm² Querschnittsfläche empfiehlt sich für Stereo- und Heimkino-Anlagen bei denen Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen. 

Für Anspruchsvolle: Lautsprecherkabel hinter Fußleisten verlegen

Wenn Sie die Kabel mit vergleichsweise wenig Aufwand völlig unsichtbar verlegen wollen, sollten Sie sich Ihre Fußleisten einmal genauer anschauen. Wenn Sie diese mit geringem Aufwand abnehmen können, werden Sie dahinter höchstwahrscheinlich einen Hohlraum entdecken. Das kann die Dehnungsfuge von Parkett oder Laminat sein oder der Abschluss der Tapete zur Wand. Manche Fußleisten sind sogar speziell als Kabelkanäle ausgelegt. So oder so werden Sie eine Ritze entdecken, in der sich die vergleichsweise dünnen Lautsprecherkabel ohne großen Aufwand verlegen lassen. Natürlich müssen die Kabel auch irgendwo wieder herauskommen. Um möglichst wenig zu beschädigen, sollten Sie sie jeweils an den Schnittstellen zweier Fußleistenstücke oder in Ecken austreten lassen.

Ein wichtiger Hinweis für Mieter: Wenn der Bodenbelag zur Wohnung gehört, sollten Sie keinesfalls an den Fußleisten herumschnitzen. Wer hingegen Eigentum bewohnt, einen eigenen Bodenbelag mitgebracht hat oder noch ausreichend Reparatur-Fußleistenstücke besitzt, kann die Kabelaustritte bedenkenlos in die Leiste schnitzen.

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Praktisch, aber hässlich: Die Aufputzverlegung

Eine weitere Variante ist das Verlegen der Kabel direkt auf der Wand. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie nageln die Kabel mit Kabel-Nägeln direkt an die Wand. Oder Sie verwenden so genannte Kabelkanäle. Während erstere Variante vor allem in Altbauten sinnvoll sein kann, weil sich hier Nägel problemlos in die Wand klopfen lassen, ist der Einsatz eines Kabelkanals in modernen Immobilien aus Stahlbeton deutlich sinnvoller. Dort lassen sich nämlich keine Nägel in die Wand schlagen. Der Kabelkanal ist eine Kunststoffröhre mit Klebestreifen als Meterware, die zum Beispiel auf der Fußleiste montiert werden kann. Klappen Sie den Kanal auf und legen Sie das Kabel hinein. Es gibt übrigens noch eine dritte Möglichkeit, die eine Art Mischform beider Verlegestrategien ist: Mit klebenden Aufputz-Kabelclips verbinden Sie sinnvoll die Vorteile beider Strategien. Zwar ist keine der drei Varianten wirklich schön anzusehen, dafür sind sie immerhin sehr einfach anzuwenden.

Gibt es vielleicht Leerrohre?

Für Heimwerker gibt es natürlich noch eine Alternative, etwa dann, wenn die Kabel komplett unsichtbar und mit Boxenkabel-Wandsteckern verlegt werden sollen. Viele Häuser besitzen Leerrohre oder Rohre, in denen bereits andere Installationen wie zum Beispiel Telefonkabel verlegt sind und die einzelne Zimmer und Stockwerke verbinden. Hier kann es sinnvoll sein, einmal genau in die Baupläne zu schauen. Leider sind die Leerrohre nicht immer schlüssig verlegt und in vielen Fällen bereits mit Installationen vollgepackt. Dass sich ein Stromkabel nicht direkt neben einem Lautsprecherkabel befinden sollte, liegt wohl auf der Hand: Elektromagnetische Felder können schlimmstenfalls für Störungen sorgen.

Lautsprecherkabel unter Putz verlegen

Eine elegante und saubere Lösung ist das Verlegen der Lautsprecherkabel unter Putz.

Falls es keine Leerrohre gibt, besteht die Möglichkeit, die Kabel unter Putz zu verlegen. Das allerdings setzt Stemmarbeiten im Mauerwerk voraus, was natürlich nur von erfahrenen Heimwerkern ausgeführt werden sollte. Neben der Variante, Lautsprecherdosen an der Wand anzubringen, handelt es sich hierbei um die sauberste Lösung. Zumindest, sofern später alles wieder ordentlich verputzt und gestrichen wird.

Fazit: Kabelverlegen ist nicht schwer

Insgesamt ist das Verlegen von Lautsprecherkabeln kein Hexenwerk. Insbesondere dann nicht, wenn Wand-Klebeclips oder Fußleisten für das Verstecken der Kabel verwendet werden. Allerdings ist eine gute Planung immer Voraussetzung: Überlegen Sie vorab, welche Kabeldicke verwendet werden soll. Zudem sind kurze Kabelwege bei Lautsprechern langen immer vorzuziehen. Wenn Sie alle Tipps beachten, steht der sauberen und unsichtbaren Kabelverlegung ohne Stolperfallen aber nichts mehr im Wege.

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