Soundbar: Bringen Sie Kino-Sound in Ihr Wohnzimmer

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Der neue 65-Zoll-Fernseher ist endlich da, natürlich mit 4K und HDR und allem, was es sonst so an High-End-Funktionen gibt. Echte Kino-Atmosphäre im heimischen Wohnzimmer sollte damit garantiert sein – bis die Boxen der Edelglotze die wuchtige Explosion im Lieblings-Blockbuster in ein bassarmes Krächzen verwandeln.

Kein Wunder: Moderne Fernseher bieten zwar ein tolles Bild, doch guter Sound braucht vor allem Volumen – und daran mangelt es in den flachen Gehäusen.

Eine Lösung ist die Installation eines Surround-Systems. Doch nicht jeder hat Platz und Muße dazu, sechs und mehr Boxen mitsamt Kabel und Wandhalterungen im Raum zu platzieren. Für genau diesen Zweck bieten immer mehr Hersteller von Audio-Equipment Soundbars oder auch Sounddecks an.

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Lesetipp der Redaktion: Die Surround-Anlage ist dank der lausigen Tonqualität vieler Flachbild-TVs inzwischen eher Pflicht als Kür. Doch wohin mit den diversen Lautsprecherkabeln? Nun: Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Kabel zu verstecken, man muss nur wissen, wie.

Was sind Soundbars und Sounddecks?

Bei Soundbars handelt es sich um längliche Boxen, die meist vor dem Fernseher aufgestellt oder auch an der Wand montiert werden. Am Fernseher angeschlossen sorgen schon einfache Soundbars für eine deutliche Aufwertung des TV-Tons. In der Regel werden die Lautsprecherleisten von einem externen Subwoofer begleitet, der die Ausgabe der tiefen Töne übernimmt.

Soundbars wie die DSH9 von LG kommen meist in einem kompakten Gehäuse. Bässe liefern sie über einen externen Subwoofer.

Soundbars wie die DSH9 von LG kommen meist in einem kompakten Gehäuse. Bässe liefern sie über einen externen Subwoofer.

Ein Sounddeck (manchmal auch Soundbase, Soundplate oder ähnlich genannt) ist hingegen ein größerer Kasten, der auf den ersten Blick deutlich mehr Platz einnimmt. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, das Sounddeck unter den Fernseher zu stellen. Außerdem verfügen Sounddecks meist über einen integrierten Subwoofer, der für ordentlich Bass sorgt. Damit nehmen die Sound-Bretter in der Praxis sogar weniger Platz weg, als es bei einer Soundbar mit Subwoofer der Fall ist.

Ein Sounddeck (hier von Panasonic) wird unter dem Fernseher platziert und nimmt damit noch weniger Platz weg – vorausgesetzt, das TV ist nicht zu schwer.

Ein Sounddeck (hier von Panasonic) wird unter dem Fernseher platziert und nimmt damit noch weniger Platz weg – vorausgesetzt, das TV ist nicht zu schwer.

Falls Sie sich für den Kauf eines Sounddecks entscheiden, sollten Sie aber die Belastungsgrenze der Gehäuse berücksichtigen. Die Hersteller geben in den Datenblättern an, wie schwer ein Fernseher maximal sein darf, der auf dem Deck platziert wird. Berücksichtigen Sie beim Kauf die Umgebung, in der die Soundbar zum Einsatz kommen soll. Bringen Sie die Lautsprecherleiste vor dem Fernseher an, kann diese je nach Höhe und Sitzposition einen Teil des Bilds oder auch den Infrarotsensor des TVs abdecken. Prüfen Sie vorher unbedingt, ob die Höhe der Soundbar passt.

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Die Qual der Wahl beim Soundbar-Kauf

Ob Sounddeck oder Soundbar: In Sachen Sound tun sich die beiden Systeme nicht unbedingt etwas: Hochwertige Soundbars können einen ebenso guten Ton produzieren, wie es bei einem guten Sounddeck der Fall ist. Doch worauf müssen Sie beim Kauf achten?

High-End-Soundbars wie die Samsung HW-K950 holen auch ohne aufwändige Verkabelung und mit wenigen Boxen echten Surround-Sound ins Wohnzimmer.

High-End-Soundbars wie die Samsung HW-K950 holen auch ohne aufwändige Verkabelung und mit wenigen Boxen echten Surround-Sound ins Wohnzimmer.

Soundbars und Sounddecks gibt es von unzähligen namhaften Herstellern, beispielsweise Sony, Teufel, Samsung, JBL, Panasonic, LG oder Bose. Die Preise starten bei unter 100 Euro, können aber auch in den vierstelligen Bereich gehen.

Neben den Anschlüssen (s. unten) spielt vor allem die Ausgangsleistung eine wichtige Rolle. Bereits günstige Soundbars zum Preis von rund 100 Euro liefern mit 80 Watt genug Wumms, um den typischen TV-Sound zu verbessern. Vor allem in kleineren Räumen genügt das oft schon, um Filmen und Serien einen ordentlichen Ton zu verpassen.

Soundbar von Teufel: Der Cinebar 11 besitzt Bluetooth und kann Musik kabellos von Smartphone, Tablet oder PC entgegennehmen.

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Größere Räume profitieren logischerweise auch von zusätzlicher Leistung. Welche Soundbar bzw. welches Sounddeck nun aber den besten Sound liefert, ist ein Stück weit Geschmacksache. So sind einige der integrierten Boxen vor allem auf die Musikwiedergabe ausgelegt, andere auf starke Bässe optimiert. Wieder andere bringen vor allem gesprochene Dialoge besser zur Geltung. Ab einem Preis von rund 300 Euro bieten die meisten Lösungen aber bereits gute Allrounder-Qualitäten. Beispiele dafür sind das Sony-Sounddeck HT-XT 3 oder die LAC850M Music Flow Soundbar von LG.

Soundbar richtig anschließen

Am einfachsten gelingt der Anschluss von Sounddeck oder Soundbar an den Fernseher mithilfe eines HDMI-ARC (Audio Return Channel)-Anschlusses. Bieten sowohl TV als auch Soundbar bzw. Sounddeck einen solchen Anschluss, können Bild und Ton komplett über ein Kabel übertragen werden. Das funktioniert auch, wenn weitere Geräte (beispielsweise eine Spielkonsole) via HDMI an den Fernseher oder auch direkt an die Soundbar angeschlossen werden: Sobald die Audioverbindung wie HDMI-ARC besteht, läuft sämtlicher TV-Ton über die angeschlossenen Boxen.

Kaufberatung Soundbars Sounddeck

Moderne Soundbars und Sounddecks bieten oft die Möglichkeit, externe Geräte anzuschließen. So spielen sie beispielsweise Musik ab, ohne dass der Fernseher laufen muss.

Einige Soundbars und Sounddecks bieten stattdessen einen optischen TOSLINK-Anschluss, über den der Ton übertragen wird. Qualitativ ist das grundsätzlich kein Nachteil, soll aber auch Bild von der Soundbar zum Fernseher gelangen (etwa dann, wenn die Soundbar eigene Anschlüsse für Spielkonsolen etc. hat), müssen insgesamt zwei Kabel ans TV angeklemmt werden.

Apropos Anschlüsse: Sounddecks und Soundbars mit zusätzlichen Eingängen (egal ob HDMI, Klinke oder TOSLINK) lohnen sich vor allem dann, wenn sie auch mal ohne eingeschalteten Fernseher laufen sollen – beispielsweise zum Abspielen von Musik vom Smartphone oder über einen direkt an der Soundbar bzw. am Sounddeck angeschlossenen Google Chromecast.

Mit dem 3.1-Soundbar-System SC-HTB580 von Panasonic, das in Größe und Leistung auf 42-Zoll-Flachbildfernseher abgestimmt ist, zählen Anwender zu den Klanggewinnern bei Film, Fernsehen, Gaming und Musikstreaming.

Mit dem 3.1-Soundbar-System SC-HTB580 von Panasonic, das in Größe und Leistung auf 42-Zoll-Flachbildfernseher abgestimmt ist, zählen Anwender zu den Klanggewinnern bei Film, Fernsehen, Gaming und Musikstreaming.

Viele höherwertige Soundlösungen empfangen Musik auch über Bluetooth oder klinken sich ins WLAN ein, um Songs von Spotify und Co. wiederzugeben. Auch die beiden großen Streaming-Lösungen Apple AirPlay und Google Cast werden immer häufiger direkt von den Soundbars unterstützt, so etwa bei Modellen von Sony oder Teufel. Wer mit seinem Sounddeck oder einer Soundbar auch gleich die Stereoanlage ersetzen möchte, sollte auf entsprechende Funktionen achten.

Lesetipp der Redaktion: HDMI-Kabel – kennt man eines, kennt man alle? Nicht ganz! Denn beim Kauf des passenden Kabels für Fernseher, PC und Co. gibt es einige Details zu beachten. Doch ist ein teures HDMI-Kabel wirklich immer die bessere Lösung? Wir klären auf.

Surround-Fans leicht im Nachteil

So gut moderne Soundbars und Sounddecks in vielen Fällen auch klingen: Ein klassisches 5.1- oder 7.1-Surround-System können sie nicht ganz ersetzen. Zwar geben sich die Hersteller Mühe, durch ausgefeilte Technologien auch bei den kompakteren Lösungen ein gewisses Raumklang-Gefühl zu erzeugen. Einen „der Täter steht direkt hinter mir“-Effekt bei einem Thriller können die flachen Boxenlösungen aber nur sehr eingeschränkt erzeugen.

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  • Sony HT-RT3 5.1 Soundbar mit Subwoofer und Bluetooth 258,12  € Zum Produkt
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Trotzdem klingen Soundbars und Sounddecks mit einem ordentlichen Signalprozessor für Surround-Effekte in aller Regel sehr viel voluminöser als klassische Stereolautsprecher. Das gilt erst Recht, wenn man sie mit den integrierten Boxen der meisten Fernseher vergleicht. Dabei spielt vor allem die Sitzposition eine Rolle. Im Idealfall sollten Sie sich beim Filmeschauen mit Soundbar oder Sounddeck möglichst mittig vor dem Fernseher befinden.

Auch ist es hilfreich, wenn in alle Richtungen ein wenig Abstand zu den Wänden besteht. Der Grund: Die integrierten Boxen der meisten Soundbars und Sounddecks strahlen den decodierten Mehrkanalton in unterschiedliche Richtungen ab, um den Surround-Effekt zu simulieren. Je optimaler der Platz, den Sie sich im Raum suchen, desto weniger fallen die All-in-One-Lösungen gegenüber echten Surround-Systemen ab.

Mit der HW-K950 präsentiert Samsung sein erstes Heimkino-Soundsystem mit Dolby-Atmos-Unterstützung und entwickelt damit einen der derzeit wichtigsten Audiotrends weiter.

Mit der HW-K950 präsentiert Samsung sein erstes Heimkino-Soundsystem mit Dolby-Atmos-Unterstützung und entwickelt damit einen der derzeit wichtigsten Audiotrends weiter.

Wer trotz Soundbar nicht auf vollwertigen Surround-Sound verzichten möchte und bereit ist, etwas mehr auszugeben, sollte einen Blick auf die Samsung HW-K950 werfen. Die Samsung-Soundbar unterstützt den aktuellen Surround-Standard Dolby Atmos. Dazu müssen allerdings zusätzlich zur Soundbar noch zwei rückwärtige Lautsprecher aufgestellt werden. Angst vor Kabelsalat ist aber nicht nötig: Die Boxen bekommen den Sound per Funk von der Soundbar.

Fazit zu Soundbar und Sounddeck

Ob Soundbar oder Sounddeck: Wer seinen Fernsehsound mit wenig Aufwand deutlich aufwerten möchte, findet aktuell keine bessere Lösung. Ohne großen Kabelsalat liefern die externen Boxen einen erheblich besseren Klang für Filme und Serien und sorgen nebenbei auch beim Musikhören für den richtigen Sound – da kann selbst das Kino nicht mehr mithalten.

Lesetipp der Redaktion: Die Grafikkarte ist mittlerweile die wichtigste Komponente in jedem Gaming-PC. Umso wichtiger ist es, das richtige Modell zu kaufen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die perfekte Grafikkarte finden.

Fotos: Samsung, Sony, Teufel, Panasonic, LG

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