So finden Sie den perfekten Gaming-Monitor

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Es ist zum Heulen: Da sehen Spiele dank High-End-Grafikkarten und schnellen Gaming-PCs immer besser aus, doch auf Ihrem Bildschirm ist davon nichts zu sehen? Dann lohnt sich der Kauf eines speziellen Gaming-Monitors. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen.

Wenn die packenden Online-Schlachten in Overwatch zu einem verwaschenen Matsch verkommen oder die quietschbunten Inseln in The Witness nur blass und langweilig aussehen, liegt das in der Regel am Monitor. Wer ernsthaft am PC zocken will, kommt früher oder später nicht um den Kauf eines vernünftigen Gaming-Monitors herum. Dabei gibt es aber eine Menge zu beachten – lesen Sie hier, wie Sie den perfekten Monitor für Ihre Lieblingsspiele finden können.

Kaufberatung: Gaming-Monitor online kaufen

Der S27E330H LED von Samsung bietet eine lebendige Farbdarstellung von bis zu 16,7 Mio. unterschiedlichen Nuancen und sorgt so für eine brillante und beeindruckende Bildqualität.

Bevor wir auf die technischen Details eingehen, noch ein Wort zu den Preisen: Gaming-taugliche Monitore gibt es bereits ab rund 200 Euro, High-End-Modelle können hingegen deutlich über 1.000 Euro kosten. Hier entscheiden vor allem der Geldbeutel und der persönliche Anspruch. Wer nicht unbedingt auf einem professionellen Level zockt, kann aber bereits im Preissegment bis 400 Euro einen günstigen Gaming-Monitor mit guten technischen Eigenschaften ergattern.

Gaming-Monitor: Eine Frage der Größe – und der Auflösung

Bevor Sie sich über die erweiterten Funktionen von Gaming-Monitoren Gedanken machen, sollten Sie als erstes folgendes überlegen: Wie groß soll er sein? Gaming-Monitore liegen oft im Größenbereich zwischen 24 (ca. 61 cm) und 28 (ca. 71 cm) Zoll. Je größer der Schirm, desto imposanter kommen die Games zur Geltung – dafür muss natürlich auch der Platz stimmen.

Gaming Monitor

Mit ihrem extremen 21:9-UltraWide-Format und einer Auflösung von 2.650 x 1.080 (FHD) oder sogar 3.440 x 1.440 (QHD) Pixeln bietet dieser LG Monitor (UM58 Serie) eine enorm große Bildschirmfläche für maximale Übersicht beim Arbeiten und Spielen.

Ebenso wichtig ist die Auflösung: Je höher diese ausfällt, desto schärfer werden Spiele, aber auch Texte und andere Inhalte, dargestellt. Die geläufige Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) wirkt auf einem 28-Zoll-Display deutlich pixeliger als bei 24 Zoll. Höhere Auflösungen wie WQHD (2.560 x 1.440 Pixel) oder gar 4K (3.840 x 2.160 Pixel) sorgen für ein deutlich schärferes Bild. Entsprechende Geräte sind allerdings auch teurer. Außerdem erfordert es mehr Rechenleistung der Grafikkarte, Spiele in hohen Auflösungen ruckelfrei auf den Bildschirm zu bringen.

Tipp: Zum Zocken in WQDH sollte mindestens eine Nvidia GeForce GTX 1070 oder eine AMD Radeon RX480 im PC stecken. Wer auf einem ultrahochauflösenden 4K-Monitor spielen möchte, braucht spätestens für Grafikkracher wie Watch Dogs 2 eine Nvidia GeForce GTX 1080.

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Lesetipp der Redaktion: Die Grafikkarte ist mittlerweile die wichtigste Komponente in jedem Gaming-PC. Umso wichtiger ist es, das richtige Modell zu kaufen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die perfekte Grafikkarte finden.

Gaming Monitor LG

Extrabreit: 21:9-Monitore (hier der LG 34UM57) erlauben Gaming im Kinoformat.

Relativ frisch auf dem Gaming-Monitor-Markt sind Widescreen-Displays im 21:9-Format. Sie sorgen beim Gaming für Kinofeeling und liefern auch auf dem Windows-Desktop mehr Platz. Wie bei Fernsehern setzen viele Hersteller dabei auf ein Curved-Design, also ein leicht gekrümmtes Bild. Das soll den Spieler noch mehr ins Geschehen ziehen.

Curved Gaming Monitor 27 Zoll

Curved Monitor für Gamer: Mit dem C27F591FDU LED hat Samsung ein 27-Zoll-Display mit einem Wölbungsradius von 1.800 mm auf den Markt gebracht.

Leider unterstützen noch nicht alle Spiele die Widescreen-Auflösungen. Ein populäres Beispiel dafür sind die Titel von Bethesda, etwa Fallout 4 oder Skyrim.

Unterstützt ein Spiel hingegen den Widescreen-Modus, ergeben sich daraus nicht nur optische Vorteile. Durch das breitere Sichtfeld sind natürlich deutlich mehr Bildinhalte zu sehen. So lassen sich in Shootern wie Battlefield 1 auch Bereiche einsehen, die im klassischen 16:9-Bild nicht sichtbar sind, die Cockpit-Perspektive in Rennspielen oder Flugsimulatoren bietet mehr Übersicht und in Strategietiteln oder MOBAs lässt sich das Schlachtfeld effizienter überblicken.

Das Panel: TN, IPS – oder etwas ganz anderes?

Monitorhersteller verbauen in ihren Displays unterschiedliche Panel-Technologien. Diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Bildqualität. Lange Zeit galten die günstigen TN-Panels als beste Wahl für Gaming-Monitore. Das lag in erster Linie daran, dass diese eine kurze Reaktionszeit beim Wechsel zwischen zwei Farben aufweisen. Im Gegenzug haben TN-Panels aber Nachteile in Sachen Kontrast und Blickwinkelstabilität: Schlechte TN-Panels verändern schon bei einem leicht seitlichen Blick die Farbe und verfälschen damit das Bild – das wird spätestens dann zum Ärgernis, wenn im lokalen Multiplayer zwei Zocker vor dem Schirm sitzen.

Immer mehr Gaming-Monitore setzen auf IPS-Displays. Diese bieten meist nicht nur deutlich bessere Kontrastwerte, sondern sind vor allem blickwinkelstabil. Mittlerweile erreichen gute Monitore mit IPS-Displays in der Praxis vergleichbar schnelle Schaltzeiten wie ihre TN-Kollegen. Gerade, wenn der Monitor nicht nur zum Zocken, sondern auch zur Wiedergabe von Videos oder für die Bildbearbeitung genutzt werden soll, liefern IPS-Displays die insgesamt beste Leistung.

Neben TN und IPS gibt es noch andere Panel-Typen. Besonders beliebt in der Grafikbearbeitung sind beispielsweise Monitore mit MVA- bzw. PVA-Displays. Diese bieten eine noch bessere Farbdarstellung und sattere Kontraste, hinken aber in Sachen Reaktionszeit hinterher. Da sie zudem vergleichsweise teuer sind, scheiden entsprechende Geräte als Gaming-Monitor eher aus.

Her(t)zensangelegenheit: Monitore und Gaming

Vor allem in schnellen Games können Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden. Moderne Gaming-Monitore bieten daher oft Bildraten von 120, 144 oder sogar 180 Hertz. Das bedeutet, dass sie das Bild bis zu 180 Mal in einer Sekunde neu aufbauen – und damit dreimal so oft, wie klassische Office-Monitore mit 60 Hertz. Wenn die Grafikkarte in einem Spiel mehr als 60 Bilder pro Sekunde berechnet, resultiert dies auf schnellen Displays in einem deutlich flüssigeren Spielablauf.

Gaming Monitor Asus

High-End-Monitore wie der ASUS PG248Q arbeiten mit bis zu 180 Hertz und liefern ein besonders flüssiges Bild.

Davon profitieren allerdings vorrangig schnelle Spiele, beispielsweise Shooter wie Overwatch und Counter-Strike oder auch Sporttitel wie Rocket League. Wer solche Games bevorzugt, sollte die Anschaffung eines 144-Hertz-Monitors in Erwägung ziehen. Doch auch auf dem Desktop ist der Unterschied zu sehen: Der Mauszeiger läuft ruhiger, Schriften bleiben beim Verschieben von Fenstern klarer.

Beachten Sie: Besonders schnelle Bildraten von 180 Hertz und mehr werden oft durch den Einsatz der Overdrive-Technik erreicht. Die sorgt zwar für schnelle Bilder, allerdings leidet die Bildqualität. In der Regel erlauben die Monitore es aber, in langsameren Titeln die Bildrate runterzuschrauben, um die Optik zu verbessern.

FreeSync und G-Sync: Zwischen Mehrwert und Herstellerbindung

Immer häufiger bewerben Monitorhersteller ihre Gaming-Displays mit der Unterstützung von AMD FreeSync oder Nvidia G-Sync. Dahinter stecken zwei Technologien der Grafikkarten-Größen, die prinzipiell das gleiche Ziel haben. Unterstützen Monitor und Grafikkarte das gleiche System, passt der Monitor seine Bildwiederholrate in Echtzeit an die Bildrate an, mit der die Grafikkarte das aktuelle Spiel berechnet.

Nvidia G-Sync sorgt dafür, dass Bildraten deutlich flüssiger wahrgenommen werden. Leider treibt die erforderliche Hardware die Kosten in die Höhe.

Nvidia G-Sync sorgt dafür, dass Bildraten deutlich flüssiger wahrgenommen werden. Leider treibt die erforderliche Hardware die Kosten in die Höhe.

Sprich: Schafft die Grafikkarte 45 Bilder pro Sekunde, arbeitet der Monitor auch mit 45 Hertz. Auf diese Weise kommt es nie zu Wartezeiten zwischen Bildschirm und Grafikkarte. Das sorgt dafür, dass Spiele vor allem bei niedrigen Bildraten deutlich flüssiger wahrgenommen werden. Zudem merzen die Techniken zerrissene Bilder und Schlieren bei schnellen Bewegungen nahezu vollständig aus.

Das funktioniert in der Praxis ausgezeichnet. Das Problem: Die Monitore unterstützen jeweils nur eine der beiden Technologien – was hauptsächlich an Nvidia liegt. FreeSync, das AMDs Grafikkarten ab der Radeon R7 260 unterstützt, hat es offiziell in die Spezifikationen des DisplayPort-Anschlusses geschafft, sodass Monitorhersteller ihn frei implementieren können. Nvidias G-Sync ist hingegen ein proprietärer Standard, der einen Extra-Chip im Monitor benötigt. Aus diesem Grund sind G-Sync-taugliche Monitore im Schnitt teurer als ihre FreeSync-Pendants.

Das ist besonders für die Käufer ärgerlich. Wer ohnehin auf eine flotte Nvidia-GeForce-Grafikkarte setzt, fährt mit einem G-Sync-Monitor besser. Gleichzeitig binden sich die Käufer an einen Standard. An einer Nvidia-Grafikkarte liegt die FreeSync-Funktion eines entsprechenden Monitors brach, weil Nvidia sich gegen den offenen Standard stellt.

Die Vorteile von FreeSync und G-Sync ergeben sich aber ohnehin meist bei niedrigen Bildraten und werden von manchem Gamer-Auge kaum wahrgenommen. Schauen Sie sich den Effekt am besten einmal selbst an, bevor Sie Ihre Kaufentscheidung davon abhängig machen – das gilt erst Recht, wenn es um die Entscheidung „mit oder ohne G-Sync“ geht!

Gaming-Monitor: Anschlüsse, Extras und mehr

Neben einem guten und vor allem flotten Bild sollte beim Kauf eines Gaming-Monitors auch auf die Ergonomie geachtet werden. Gerade für längere Gaming-Sessions ist es unabdingbar, den Bildschirm möglichst genau durch Einstellung der Höhe und des Neigungswinkels an die eigenen Sitz-Vorlieben anzupassen.

Ergonomie Gaming Monitor Kauf

Neben dem Bild sollten Sie beim Kauf eines Gaming-Monitors auch auf die Ergonomie achten.

Auch sollten Sie auf die passenden Anschlüsse achten. Mindestens ein DisplayPort-Anschluss ist absolute Pflicht, im Idealfall bietet der Monitor zusätzliche HDMI-Eingänge. Auch integrierte USB-Hubs zum Anschluss von Peripherie direkt an den Monitor oder Eingänge für Gaming-Headsets sind praktisch.

Wichtig ist außerdem eine durchdachte Bedienung. Gerade anspruchsvolle Gamer nutzen für die verschiedenen Genres unterschiedliche Bildeinstellungen. Umso wichtiger ist es, dass diese schnell über die Bildschirmtasten oder auch eine Treibersoftware vorgenommen werden können. Manche Geräte machen die Bedienung über eine (Kabel-)Fernbedienung besonders komfortabel.

Fazit: Der neue Gaming-Monitor ist das perfekte Upgrade für Gamer

Ein neuer Gaming-Monitor liefert nicht nur optische Highlights, er kann die persönlichen Gaming-Künste auch auf ein neues Level heben. Wer ernsthaft zockt, sollte daher nicht am falschen Ende sparen – das macht sich letztlich auch auf dem Scoreboard bemerkbar!

Lesetipp der Redaktion: PlayStation 4 zocken, obwohl der Fernseher im Wohnzimmer blockiert ist? Kein Problem! Dank Remote Play können PS4-Spiele wie Uncharted 4 oder Fifa 17 nun auch auf einem PC oder Mac gespielt werden. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert!

Fotos: LG, Samsung, Asus

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