Architekturfotografie: Gebäude richtig in Szene setzen

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Architekturfotografie fasziniert: Einerseits, weil sie bereits mit kleiner Ausstattung möglich ist. Andererseits, weil es darum geht, große Objekte ansprechend und damit kreativ abzulichten. Canons EOS-Kameras sind dafür perfekt geeignet – wenn man weiß, wie es geht.

Architektur ist eine Kunst, auch wenn ich persönlich regelmäßig bei Spaziergängen mit meiner Canon EOS 60D oder Canon EOS 100D durch die Kölner Randgebiete daran zweifle. Und auch in der Innenstadt sieht es, von einigen durchaus ansprechenden Bürogebäuden und natürlich den zahllosen Kirchen und Altbauten, kaum anders aus. Aber gut: Köln mag hässlich sein, doch genau darin kann für Architekturfotografen eine wunderbare Herausforderung liegen.

Mit dem Standardzoom Ihrer Canon EOS-Kamera (hier die Canon EOS 1300D) können Sie eine Vielzahl verschiedener Fotos von Gebäuden aufnehmen.

Mit dem Standardzoom Ihrer Canon EOS-Kamera (hier die Canon EOS 1300D) können Sie eine Vielzahl verschiedener Fotos von Gebäuden aufnehmen.

Den Dom aus allen Richtungen ablichten kann jeder Tourist mit seinem iPad. Wahres fotografisches Können zeigt sich, wenn auch die einfallslosen Neubauten des aktuellen Immobilienbooms durch ein Foto in einem völlig neuen Licht erstrahlen.

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Was man für die Architekturfotografie benötigt

Das Schöne an der Architekturfotografie ist ihr geringer Anspruch an die Technik: Bei Tageslicht benötigt der Fotograf kaum mehr als seine Kamera und ein möglichst weitwinkliges Objektiv. Für den Einstieg reicht da durchaus das Kit-Objektiv EF-S 18-55mm, das vielen EOS-Kameras standardmäßig beiliegt. Mit 18 Millimetern Brennweite im Weitwinkel (28,8 mm Crop) ist es durchaus ausreichend für erste Schritte. Wer mehr will, greift später zu einer Linse mit mehr Weitwinkel, etwa von Canon oder sogar zu einer Festbrennweite.

Praxistipp: Ideal für die Architekturfotografie ist ein Weitwinkel-Tilt-und-Shift-Objektiv. Hier sehen Sie das Canon TS-E 17 mm 1:4 L.

Praxistipp: Ideal für die Architekturfotografie ist ein Weitwinkel-Tilt-und-Shift-Objektiv. Hier sehen Sie das Canon TS-E 17 mm 1:4 L.

Wichtig dabei: Unter 15 Millimeter sollte man nicht kommen, da der Weitwinkel sonst massive Verzerrungen, den sogenannten Fischaugen-Effekt, aufweist. Natürlich sind stürzende Linien und Verzerrungen auch an „normalen“ Objektiven vorhanden – gerade bei der Architekturfotografie, wo es im Zweifel um gerade Linien geht, sind diese aber absolut unerwünscht.

Architekturfotografie Post Tower Deutsche Post DHL

Architekturfotografie bei Nacht: Der Post Tower – Konzernzentrale von Deutsche Post DHL in Bonn – Abendliche Lichtkunst nach Entwürfen von Yann Kersal.

Zum Glück besitzen alle modernen Canon-Kameras eine Objektivkorrektur. Die nötigen Daten müssen aber je nach Objektiv möglicherweise erst per Canons EOS Lens Registration Tool und USB-Kabel auf die Kamera geladen werden. Ein einfaches, leichtes Stativ kann helfen, ist aber keine Pflicht.

Lesetipp der Redaktion: Kompakt, leicht, immer dabei: Canons EF-S 24mm f/2.8 STM ist eine kleine und preiswerte, dabei ausgesprochen leistungsstarke Festbrennweite für APS-C-Kameras. Sie ist eine klassische Reportagebrennweite – und damit vielseitig nutzbar.

Schöne Motive entdecken

Ansonsten braucht der Architekturfotograf nichts – außer einem guten Auge für Motive. Das Problem: Selbst mit Weitwinkel-Objektiven ist es in aller Regel nicht leicht, das gesamte Gebäude auf das Foto zu bannen, es sei denn, Sie können sich weit genug entfernen. Zumeist ergeben solche Totalen, so zumindest ist meine Erfahrung, aber ohnehin keine schönen Bilder.

Architekturfotografie Kölner Dom Canon EOS

Architekturfotografie: Wer sich ein wenig bewegt, erhält deutlich spannendere Perspektiven wie hier beim Kölner Dom.

Am Beispiel des Kölner Doms wird schnell ersichtlich, wo hier die Schwierigkeiten liegen. Die Kirche ist gut besucht, fotografisch unerfahrene Touristenhorden lungern vor dem Haupteingang und versuchen, den Dom per iPad oder Smartphone abzulichten.

Das Problem: Die Leute stehen vor dem Dom und sind später natürlich auch auf dem Foto, es sei denn, man wendet Tricks an wie etwa lange Belichtungszeiten samt Graufilter. Und selbst dann lassen sich Menschenmassen kaum aus dem Bild entfernen.

Hinzu kommt: Die Perspektive auf der relativ kurzen Domplatte zwingt Fotografen, nach oben zu fotografieren, was stürzende Linien im Bild verursacht. Das sieht zwar nicht zwangsläufig schlecht aus, ist als Foto aber schon längst ein Klischee. Der Kölner Dom ist sicher ein Extrembeispiel, doch in der Stadt verhindert die Enge ohnehin schöne Totalen. Denn selbst wenn keine Menschen unterwegs sind, blockieren Autos, Bäume oder andere Gebäude die freie Sicht. Sie sollten sich bei der Architekturfotografie also auf Details konzentrieren – oder im wahrsten Sinne des Wortes Abstand nehmen.

Den Weitwinkel effektiv nutzen

Dabei hilft der Weitwinkel des Objektivs. Seine wichtigste Eigenschaft ist die Tatsache, dass der Fotograf an Objekte im Vordergrund sehr nahe herantreten muss. Gleichzeitig erscheinen Objekte im Hintergrund jedoch in voller Größe. So ist das Foto eines Bürogebäudes sicherlich nicht allzu aufregend. Daher sollten Sie im Vordergrund ein interessantes Objekt – etwa eine Statue, einen Baum oder eine Person – wählen, um den Betrachter ins Bild zu ziehen.

Architekturfotografie

Die Beethoven-Statue vor dem Postamt in Bonn ist ein guter Blickfang.

So sind selbst Fotos von banalen Gebäuden plötzlich ausgesprochen spannend. Jeder kennt wohl die regelmäßig in der Presse auftauchenden Fotos der Frankfurter Börse. Die Statuen von Bär und Stier bilden hier stets den Vordergrund, das eigentliche Gebäude ist der Hintergrund.

Für die richtige Bildwirkung müssen Sie dabei auf drei Dinge achten:

1. Nähe zum Objekt im Vordergrund schaffen
2. Maximalen Weitwinkel nutzen, um gleichzeitig das Gebäude im Hintergrund in den Fokus zu rücken.
3. Eine kleine Blende von ƒ=8 oder höher wählen, um höchstmögliche Tiefenschärfe zu erhalten.

Mit dem dreh- und schwenkbaren 7,7-cm-(3,0 Zoll) LCD-Touchscreen der Canon EOS 700D lassen sich kreative Perspektiven (nicht nur) in der Architekturfotografie realisieren.

Mit dem dreh- und schwenkbaren 7,7-cm-(3,0 Zoll) LCD-Touchscreen der Canon EOS 700D lassen sich kreative Perspektiven (nicht nur) in der Architekturfotografie realisieren.

Praxistipp: Die Kamera sollte dabei maximal auf Augenhöhe gehalten werden. Je näher Sie sie an den Boden bringen, desto spektakulärer wirken die Aufnahmen. Dabei helfen die Dreh- und schwenkbaren Displays, die bei Kameras wie der Canon EOS 700D oder Canon EOS 80D verbaut sind.

Höheren oder tieferen Blickwinkel suchen

Eine weitere Möglichkeit ist die Auswahl eines völlig neuen Blickwinkels. Versuchen Sie, eine erhöhte Position einzunehmen oder einen völlig neuen Blickwinkel zu wählen. Im Fall des oben erwähnten Kölner Doms eignet sich zum Beispiel ein Spaziergang zum anderen Rheinufer, um die Kirche im Rahmen der Kölner Skyline abzulichten. Hier ist ein Zoom-Objektiv sinnvoll.

Golden-Gate-Bridge Architekturfotografie Canon EOS Tutorial

Fast schon ein Klischee ist die Golden-Gate-Bridge von oben.

Besonders große Objekte, etwa Brücken oder Hochhäuser, profitieren zudem häufig davon, wenn der Fotograf einen erhöhten Standort auswählt („Vogelperspektive“). Da die Miete eines Helikopters in aller Regel den finanziellen Rahmen sprengt, müssen erhöhte Standpunkte wie Hügel oder Aussichtsplattformen auf Nachbargebäuden ausreichen. Ein Klassiker wäre zum Beispiel die Golden-Gate-Bridge in San Francisco, die sich natürlich vom Ufer-Niveau aus ablichten lässt – allerdings ist das sehr langweilig. Auf der anderen Seite der Bucht gibt es jedoch eine Hügelkette mit Aussichtspunkt, der nicht nur den Blick von oben auf die Brücke ermöglicht, sondern gleichzeitig ganz San Francisco im Hintergrund auftauchen lässt.

Architekturfotografie Fotografie Kamera Froschperspektive

Die Froschperspektive rückt ein banales Objekt wie dieses Straßenschild in Berlin in den Fokus. Eine kleine Blende sorgt für Schärfe bis zu den Gebäudespitzen.

Alternativ ermöglicht das Fotografieren von unten senkrecht nach oben („Froschperspektive“) ebenfalls ganz neue Blickwinkel. Hierzu muss sich der Fotograf in der Nähe der zu fotografierenden Objekte befinden und sich dann ein interessantes Objekt im Vordergrund suchen.

Lesetipp der Redaktion: Mit der EOS M10 liefert Canon eine günstige Einsteiger-Systemkamera mit dem hauseigenen M-Objektivsystem. Mit Touch-Bildschirm, WLAN und APS-C-Sensor schickt sich die Kamera an, auch im D-SLR-Revier zu wildern. Wir haben uns die kleine Canon einmal genauer angeschaut.

Fotos: Canon, Deutsche Post AG, Fotolia

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