Einsteiger-Tipps fĂĽr perfekte Action- und Sportfotos

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Die Sport- und Actionfotografie ist eine Kunst für sich. Der Fotograf muss das Motiv ständig im Auge behalten, um im richtigen Moment abzudrücken. Mit Canons EOS-Kameras ist das kein Problem – sofern man über die richtige Hardware verfügt und weiß, was zu tun ist.

Vom kleinsten Molekül bis zur größten Galaxie: Das Universum ist ständig in Bewegung. Die Erde und hier insbesondere Mensch und Tier sind natürlich auch ein Teil des gigantischen Räderwerks, das unsere Welt antreibt. Ein perfekt geschossenes Sport- oder Actionfoto kann dieses Räderwerk für einen Moment zum Stehen bringen. Es kann ein Detail in den Vordergrund rücken und dessen unglaubliche kinetische Energie für die Ewigkeit erhalten.

Actionfotografie Tipps Canon EOS DSLR Tutorial Allyouneed Magazin

Praxistipp: Hunde bieten sich hervorragend als Ăśbungsobjekte und Motive fĂĽr die Actionfotografie an.

Egal, ob es sich dabei um Sportereignisse, spielende Tiere oder tobende Kinder handelt: Mit den Spiegelreflexkameras der EOS-Reihe von Canon haben auch Hobbyfotografen die Möglichkeit, einen Moment im Universum einzufrieren. Gute Action- und Sportfotos setzen allerdings ein wenig Equipment und Grundwissen voraus. Doch keine Sorge: Sie sind zwar eine Kunst, jedoch kein Hexenwerk.

Bewegungsfotografie: Welche Ausstattung brauche ich?

Wer bei einem Fußballspiel die Pressefotografen am Spielfeldrand beobachtet, wird feststellen, dass diese meist über gigantische Canon-Objektive der großen, grauen L-Profireihe verfügen. Die sind in aller Regel mit einer der Vollformat-Profikameras vom Typ 1D oder 5D verbunden. Eine Kombination, die man als professionelle „Optimalausstattung“ bezeichnen könnte und die mehrere tausend Euro kostet.

Mit Reihenaufnahmen von bis zu 14 Bildern pro Sekunde bei voller AF/AE-NachfĂĽhrung oder 16 Bildern pro Sekunde im Live View Modus ist die Canon EOS-1D X Mark II ideal zum Fotografieren von sich extrem schnell bewegenden Motiven in freier Wildbahn oder bei Sportveranstaltungen.

Mit Reihenaufnahmen von bis zu 14 Bildern pro Sekunde bei voller AF/AE-NachfĂĽhrung oder 16 Bildern pro Sekunde im Live View Modus ist die Canon EOS-1D X Mark II ideal zum Fotografieren von sich extrem schnell bewegenden Motiven in freier Wildbahn oder bei Sportveranstaltungen.

Lesetipp der Redaktion: Flanke, Kopfball, abgedrĂĽckt! Ihr Sohn spielt in einer Jugendmannschaft FuĂźball? Das heiĂźt fĂĽr Sie: Ab an den Spielfeldrand, Kamera zĂĽcken und abdrĂĽcken, wenn dieser gerade zum entscheidenden Torschuss ansetzt. Hier kommen die wichtigsten Profi-Tipps fĂĽr gelungene FuĂźballfotos!

Hobbyfotografen müssen natürlich nicht so viel investieren. Es reicht eine „normale“ EOS-Spiegelreflex und ein halbwegs flexibles längeres Zoom-Objektiv. Als ausgesprochen empfehlenswert gilt das stabilisierte Canon EF-S 55-250/4.0-5,6 IS STM, das für deutlich unter 300 Euro zu haben ist.

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Praxistipp: Ansonsten rate ich, für die Action- und Sportfotografie eine schnelle Speicherkarte anzuschaffen, da Sie Serienbilder schießen müssen. Je schneller die Karte, desto schneller sind die Bilder abgespeichert. Achten Sie beim Kauf einer SD-Karte daher auf die UHS-I-Kennzeichnung: Diese garantiert Schreibraten von mindestens 10 Megabyte pro Sekunde, die Karten sind in aller Regel aber deutlich schneller. Ein Ersatzakku ist empfehlenswert, weil Serienbilder den Stromspeicher schnell leer saugen. Weitere Hardware benötigen Sie zunächst nicht.

Die Belichtungszeit entscheidet ĂĽber Action- und Sportfotos

Um gute Sport- und Actionfotos aufzunehmen, sollte Ihnen der Zusammenhang von Belichtungszeit und Bewegungsunschärfe („Verwackeln“) klar sein: Je kürzer die Belichtung ist, desto weniger Bewegung wird innerhalb der Aufnahme aufgezeichnet.

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Kurze Belichtungszeiten sorgen für gestochen scharfe Momentaufnahmen der Action wie bei diesem Fußballspiel – benötigen aber sehr kurze Belichtungszeiten, die nur bei gutem Licht möglich sind.

Deshalb „verwischen“ schnelle Bewegungen bei langen Belichtungszeiten. Wie wichtig das ist, zeigt folgendes Beispiel: Ein normal trainierter Läufer und viele Tiere flitzen mit rund 15 km/h durchs Bild, Fahrräder, Autos und Motorräder sind natürlich noch schneller. Das bedeutet, dass sie in einer Sekunde rund 4,2 Meter zurücklegen. Das wiederum heißt, dass schon eine Belichtungszeit von 1/20 Sekunden unweigerlich zu einer leichten Bewegungsunschärfe führt. In dieser Zeit legt der Läufer bereits rund 20 Zentimeter zurück!

Kürzere Belichtungszeiten sind also immer dann sinnvoll, wenn das Bild möglichst scharf sein soll. Gleichzeitig kann die Bewegungsunschärfe jedoch auch als Stilelement genutzt werden, um Bewegung bildlich darzustellen.

Belichtungszeiten Fotografie Canon EOS Actionfotografie

Die Bewegungsunschärfe kann auch als Stilelement genutzt werden, um Geschwindigkeit darzustellen.

Aber Vorsicht: Ausreichend kurze Belichtungszeiten im Tele lassen sich nur bei gutem Licht, offener Blende und hohen ISO-Werten erzielen – alles Faktoren, die negative Auswirkungen auf die Bildqualität haben. Übrigens: Durch die Entfernung zum Motiv ist der Einsatz des Blitzes bei der Actionfotografie in aller Regel nicht zielführend.

Das Sport-Programm der Canon EOS nutzen

Doch genug der grauen Theorie! In der Praxis besitzen alle EOS-Kameras am Modus-Wahlrad einen Sport-Modus, der im Hinblick auf die Anforderungen der Action- und Sportfotografie optimiert ist.

Die Canon EOS 700D verfügt über ein AF-System. Mit neun Kreuzsensoren ist eine präzise Schärfenachführung auf sich bewegende Motive möglich. Unser Foto zeigt (unten rechts) das Modus-Wahlrads.

Die Canon EOS 700D verfügt über ein AF-System. Mit neun Kreuzsensoren ist eine präzise Schärfenachführung auf sich bewegende Motive möglich. Unser Foto zeigt (unten rechts) das Modus-Wahlrads.

Dieser wählt automatisch den AI-Focus, den Zonen-AF und die Serienbild-Funktion der Kamera aus. So müssen Sie im Grunde nur noch die Kamera auf das Motiv halten und abfeuern. Die Serienbildfunktion ist, abhängig vom Kameramodell, mal schneller oder langsamer. Hier kommt außerdem die Geschwindigkeit der Speicherkarte zum Tragen. Für maximale Geschwindigkeit sollten Sie bei kleineren EOS-Modellen deshalb auf den RAW-Modus verzichten und Bilder nur als JPEG („L“) speichern. Dann kann es auch schon losgehen.

Sport- und Actionfotografie mit der Sportautomatik

Bevor Sie „ernsthafte“ Fotos machen und sich über die Ergebnisse ärgern, weil Sie möglicherweise die Actionfotografie noch nicht wie gewünscht beherrschen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, vorab fleißig zu üben. Am wichtigsten ist es, herauszufinden, wie schnell die Kamera Serienbilder speichert und dabei mehrere Speicherkarten und Bildqualitätsstufen auszuprobieren. Gehen Sie am besten an einem sonnigen Tag mit Ihrer Kamera und dem Teleobjektiv in die Natur und versuchen Sie, fliegende Vögel, spielende Hunde oder laufende Pferde in Aktion einzufangen.

Teleobjektiv Canon EOS Tipps Actionfotografie Allyouneed Magazin

Ein vernünftiges, stabilisiertes Teleobjektiv mit ausreichend Brennweite ist Pflicht, da die Action in vielen Fällen sonst zu weit entfernt ist.

Schauen Sie permanent durch den Sucher, führen Sie die Kamera mit dem Motiv mit und halten Sie dabei den Auslöser gedrückt, um Serienbilder zu schießen. Die Ergebnisse können Sie anschließend direkt auf dem Bildschirm der Kamera betrachten.

Kamera manuell fĂĽr die Action- und Sportfotografie einstellen

Wenn Sie bei Tageslicht hübsche Ergebnisse erzielen, sollten Sie die nächste Stufe der Trainingsrakete zünden – und das Ganze an einem wolkigen Tag oder bei Kunstlicht (etwa in einer Turnhalle) wiederholen. Sie werden feststellen, dass die Ergebnisse hier wegen der Kameraautomatik nicht mehr ganz so „perfekt“ wirken und möglicherweise stark verwischen. In solchen Fällen müssen Sie die Kamera manuell in den Sportmodus versetzen.

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Schalten Sie das Wahlrad auf Zeitvorwahl (Tv) und aktivieren Sie den AI-Servo-Modus. Spielen Sie jetzt mit den Belichtungszeiten, beginnend mit 1/20, herum, bis Sie die für die Sportart optimale Belichtungszeit gefunden haben. Die Kamera zieht alle anderen Faktoren wie ISO und Blendenöffnung automatisch hoch, um die voreingestellte Belichtungszeit zu ermöglichen, was bei modernen EOS-Kameras im gewissen Rahmen kein Problem mehr darstellt.

Wenn Sie ungefähr wissen, welche Belichtungszeit mit Ihrer Kamera-Objektivkombination für das gewünschte Motiv geeignet ist, können Sie künftig die Sportautomatik ignorieren. Setzen Sie stattdessen auf den Zeitvorwahl-Modus. So frieren Sie das Räderwerk des Universums für einen Moment effektiv ein – und erhalten fast schon nebenbei ein tolles Actionfoto!

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Lesetipp der Redaktion: Die Einstellung des ISO-Werts überlassen viele Hobbyfotografen grundsätzlich der Kameraautomatik. Dabei kann man mit einem manuell eingestellten Wert manches Foto, das sonst misslingen würde, retten. Wofür der ISO-Wert überhaupt gut ist und wie Sie ihn optimal einstellen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Fotos: Canon/Fotolia